Cafe Glaser
Freybergstraße 1
Besitzer war die Rosenbrauerei Pößneck
- Hermann Glaser (in Anzeige der Ostthüringer Zeitung 1888)
- Lina Glaser (Pächter), Konditorei mit Ausschank von Spirituosen, ab 10.04.1910
- Kurt Scheibner, Schankwirtschaft 11.04.1930-31.03.1932
- Erich Laumann, 01.05.1932-31.03.1933
- Hans Seidler, 01.09.1933-01.10.1934
- Karl Baumer, Konditormeister aus Bad Dürkheim, ab 1934 "Das Kaffee Baumer"
- Heute in Privatbesitz
Besitzer war die Rosenbrauerei Pößneck
- Hermann Glaser (in Anzeige der Ostthüringer Zeitung 1888)
- Lina Glaser (Pächter), Konditorei mit Ausschank von Spirituosen, ab 10.04.1910
- Kurt Scheibner, Schankwirtschaft 11.04.1930-31.03.1932
- Erich Laumann, 01.05.1932-31.03.1933
- Hans Seidler, 01.09.1933-01.10.1934
- Karl Baumer, Konditormeister aus Bad Dürkheim, ab 1934 "Das Kaffee Baumer"
- Heute in Privatbesitz
Erinnerungen
(Aufgeschrieben von Herrn Wolfgang Baumer, Karlsruhe im Juli 2009)
Das Kaffee Baumer
Im Jahr 1934 übernahm der Konditormeister Karl Baumer, aus Bad Dürkheim kommend, mit seiner Familie das Kaffee GLASER. Die Inneneinrichtung des ehemaligen Kaffees wurde bei Übernahme gekauft und Karl Baumer wurde gleichzeitig, wie schon vorher das Kaffee Glaser, Vertragspartner der Rosenbrauerei Pößneck.
Es war eine Zentralheizung vorhanden, die mit Kohle und Koks versorgt wurde. Die Kühlung der Konditorei- und Brauereiprodukte geschah zunächst über Stangeneis.1936 schaffte sich die Familie Baumer eine Speise- Eismaschine an, deren Kühlaggregat im Keller untergebracht wurde.
1939-1940 wurde der Konditoreibetrieb zunächst eingestellt, da Karl Baumer eingezogen wurde.
1943 wurde Karl Baumer erneut eingezogen und in der folgenden Zeit wurde der Konditoreibetrieb durch die Familie aufrechterhalten.
1944 wurden die Räume beschlagnahmt und dienten als Kleiderkammer des Heeres.
1945 wurde Karl Baumer aus der Gefangenschaft entlassen und der Konditoreibetrieb wieder aufgenommen.
Da die Versorgung mit Kohle und Koks nicht mehr gewährleistet war, wurden Öfen zum Betrieb einer Holzheizung installiert, die später einer Sägespanfeuerung wich. Stromsperren wurden mit Petroleum- und Karbidlampen überbrückt.
Die Konditoreierzeugnisse wurden in dieser Zeit auf Lebensmittelmarken abgegeben. Bei besonderen Anlässen (Hochzeiten...) wurden Naturalien abgegeben, die dann in der Konditorei verarbeitet wurden.
1953 wurde das Kaffee in einen HO-Laden umgewandelt und Karl Baumer als Geschäftsführer eingesetzt.
In der folgenden Zeit wurde aus dem Kaffee Baumer eine Mantelfabrik, die im Innerer des Gebäudes bauliche Veränderungen vornahm.
Nach der Wende ging dann das Gebäude wieder in den Besitz der Rosenbrauerei Pößneck über.